Lehrbeauftragte

Der Staat hat sich im Hochschulrahmengesetz die Möglichkeit geschaffen, neben Arbeitsverträgen noch einige andere Formen der bezahlten Täigkeit unterhalb des Arbeitsvertrages zu schaffen. Dazu gehören die Lehraufträge. Die Bundesländer haben diese Möglichkeit in ihr jeweiliges Hochschulgesetz übernommen und teilweise noch ausgedehnt. In Schleswig-Holstein ist dies in § 66 HSG geschehen:

§ 66

Lehrbeauftragte

(1) Zur Ergänzung des Lehrangebots, an künstlerischen Hochschulen auch zur Sicherung des Lehrangebots in einem Fach, kann die Hochschule zeitlich befristete Lehraufträge erteilen. Die Hochschulen können vorübergehend Lehraufträge auch zur Sicherung des Lehrangebots erteilen, wenn dies inhaltlich oder aus Kapazitätsgründen geboten ist. Die Lehrbeauftragten nehmen ihre Lehraufgaben selbstständig wahr.

(2) Der Lehrauftrag begründet ein öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis eigener Art zur Hochschule; ein Dienst- oder Arbeitsverhältnis entsteht nicht. Die Lehrbeauftragten erhalten eine Vergütung, es sei denn, dass sie von sich aus auf eine Vergütung verzichten oder dass die durch den Lehrauftrag entstehende Belastung bei der Bemessung der Dienstaufgaben eines hauptberuflich im öffentlichen Dienst Tätigen entsprechend berücksichtigt wird.

- Danach dürfen Lehraufträge nur zur Ergänzung des Lehrangebots stattfinden. Spezialkenntnisse und Spezialwissen soll von Spezialisten aus der Berufswelt außerhalb der Hochschule vermittelt werden.

- Zur Sicherung der Lehre darf dies nur vorübergehend stattfinden!

- Die Lehrbeauftragten dürfen sogar auf eine Vergütung verzichten!

 Alles Weitere regelt die Lehrauftragsrichtlinie.

WH 1 wird an der CAU mit 16,46 € pro gehaltener Stunde, an der Philosophischen Fakultät der CAU mit 20,00 € vergütet.

Seit mehreren Semestern gibt es keine Einigung zwischen der CAU-Leitung und dem PRW, wann WH 1 und wann WH 2 zu zahlen ist. Bislang konnte auch das zuständige Ministerium hier keine Entscheidung oder Einigung herbeiführen.