Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte

Studentische und Wissenschaftliche Hilfskräfte

Studierende können, soweit sie noch kein Hochschulexamen abgeschlossen haben, als Studentische Hilfskräfte beschäftigt werden. Bei einer Einstellung nach dem BA-Abschluss heißen sie dann Wissenschaftliche Hilfskräfte mit BA, bei einer Einstellung nach dem Master schließlich Wissenschaftliche Hilfskräfte mit MA.

Sie alle sind Beschäftigte der Hochschule und werden vom Personalrat (W) vertreten. Sie können eine eigene Vertretung der nicht ständigen Beschäftigten bilden, die dann an den PRW-Sitzungen bei den Punkten, die sie betreffeb, teilnehmen darf. Zuständig wäre aber immer der PRW. Nach einem halben Jahr sind sie aber nicht mehr "nicht ständig Beschäftigte", fallen aus dem Status heraus, so dass "ständig Nicht-Ständigen-Wahlen" durchzuführen wären. Dies ist nach mehreren Versuchen am mangelnden Engagement und der notwendigen Fluktuation gescheitert. Zur Zeit gibt es diese Vertretung nicht.

Die Hilfskräfte erhalten für einen bestimmten Zeitraum - häufigste Variante für die Vorlesungszeit oder für ein Semester (6 Monate) - einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitszeitkontingent pro Monat, das nicht die Hälfte einer Vollbeschäftigung erreichen darf. Somit dürfen die Verträge bis maximal knapp über 80 Stunden pro Monat abgeschlossen werden. Die Verteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage wird oft individuell geregelt und ist von der Tätigkeit abhängig. Sofern hier Hilfe nötig ist, kann die Arbeitszeit genau festgelegt werden.

Die Tätigkeit wird als wissenschaftliche Hilfstätigkeit beschrieben, ohne dass es dafür eine Definition gäbe. Der PR(W) nimmt an, dass es sich bei einer Beschäftigung in den Einrichtungen immer um eine solche handelt. Vertretungstätigkeit oder Aushilfe für nichtwissenschaftliche Tätigkeit gehört jedoch nicht dazu.

Für die Hilfskräfte gibt es keinen Tarifvertrag - anders als in Berlin. Dort haben sich die Hilfskräfte einen Tarifvertrag erstritten und werden daher zu wesentlich besseren Konditionen beschäftigt.

Ansprüche auf Erholungsurlaub und Fortzahlung der Vergütung im Krankheitsfall richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Hierzu gibt es Hinweise

Der Erholungsurlaub beträgt bei einer 6-Tage-Woche nach dem Bundesurlaubsgesetz 24 Tage pro Jahr, 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche. Bei kürzerer Beschäftigung werden für jeden vollen Beschäftigungsmonat 2 Tage Urlaub gewährt. Nach einem halben Jahr existiert aber bereits der Urlaubsanspruch für das ganze Jahr. Eine Umrechnung kann stundenweise erfolgen. Man rechne das Monatsstundenkontingent auf die Arbeitstage des Monats um. Die monatliche Arbeitsleistung verringert sich dann um das zweifache der durchschnittlichen Tagesarbeitszeit.
Bruchteile, die mindestens einen halben Tag ergeben sind auf einen ganzen Tag aufzurunden.

Im Krankheitsfall fällt die Verpflichtung zur Arbeitsleistung ersatzlos weg. Eine Vertretung muss nicht gestellt werden. Für die ersten 6 Wochen wird die Vergütung weitergezahlt. Eine Krankmeldung ist in der Einrichtung sofort abzuliefern.

Zur Information über Sozialabgaben und Steuern bei geringfügiger Beschäftigung gibt es Informationen im Netz, insbesondere bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Col 1 Col 2 Col 3
Studentische Hilfskräfte
Wissenschaftliche Hilfskräfte mit BA
Wissenschaftliche Hilfskräfte mit MA
 http://www.uni-kiel.de/personal/de/informationsangebot/dateien/00intern/intern-rundschreiben/verguetungstabelle-studentischer-hilfskraefte-stand-2014 http://www.uni-kiel.de/personal/de/informationsangebot/dateien/00intern/intern-rundschreiben/verguetungstabelle-wissenschaftlicher-hilfskraefte-ba
http://www.uni-kiel.de/personal/de/informationsangebot/dateien/00intern/intern-rundschreiben/verguetungstabelle-wissenschaftlicher-hilfskraefte-ma

 Wissenschaftliche Hilfskräfte mit Masterabschluss sieht das neue WissZeitVG nicht mehr vor. Der PRW begrüßt dies, denn was sagt das aus, wenn nach einem erfolgreichen Masterabschluss die eigene Ausbildungsstätte erklärt, das reiche aber nur für eine Einstellung als "Hilfskraft"?